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Cannabisblüten als Darreichungsform – Inhalative Therapie mit schneller Wirkung

Cannabisblüten sind eine der etabliertesten Darreichungsformen von Medizinalcannabis in Deutschland. Sie werden standardisiert angebaut, qualitätsgeprüft und ausschließlich über Apotheken abgegeben. Entscheidend ist dabei nicht das einzelne Produkt, sondern die pharmakologische Eigenschaft der inhalativen Anwendung.

Pharmakologische Besonderheiten

Bei der Anwendung mittels medizinischem Vaporizer werden Cannabinoide wie THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol) über die Lunge aufgenommen. Dadurch ergibt sich:

  • schneller Wirkungseintritt (meist innerhalb weniger Minuten)
  • gute Steuerbarkeit der Dosis
  • flexible Bedarfsanwendung
  • relativ kurze bis mittlere Wirkdauer
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Durch unterschiedliche THC-/CBD-Verhältnisse sowie variierende Terpenprofile kann die Therapie individuell angepasst werden. Die inhalative Anwendung wird häufig gewählt, wenn eine rasche Symptomkontrolle erforderlich ist.

Beispielhafte Indikation:
Chronische neuropathische Schmerzen

Bei neuropathischen Schmerzen (z. B. infolge einer Nervenverletzung oder Polyneuropathie) kann eine schnell wirksame Darreichungsform relevant sein. In solchen Fällen kann die inhalative Anwendung von medizinischen Cannabisblüten unter ärztlicher Begleitung eine Option darstellen.

Vorteile von medizinischem Cannabis

  • Natürliche Alternative: Bietet eine pflanzliche Alternative zu synthetischen Medikamenten.
  • Weniger Nebenwirkungen: Oft weniger Nebenwirkungen im Vergleich zu herkömmlichen pharmazeutischen Produkten.
  • Vielseitige Anwendung: Kann in verschiedenen Formen wie Ölen, Kapseln, Tinkturen und topischen Cremes angewendet werden.

Wie verwendet man medizinische Cannabisblüten?

Die Anwendung erfolgt ausschließlich gemäß ärztlicher Verordnung. Übliche Applikationsformen sind:

1. Inhalation mit medizinischem Vaporizer

  • Erhitzung ohne Verbrennung (ca. 170–210 °C)
  • Schnell einsetzende Wirkung
  • Dosierung schrittweise anpassbar
  • Schonender als Rauchen

Hinweis: Das Rauchen wird medizinisch nicht empfohlen.

2. Orale Weiterverarbeitung (nach ärztlicher Anweisung)

  • Herstellung von Teezubereitungen oder Extrakten
  • Verzögerter Wirkungseintritt
  • Längere Wirkdauer möglich

Die Dosierung erfolgt individuell nach ärztlicher Anweisung („Start low, go slow“-Prinzip).

Wie lagert man medizinische Cannabisblüten richtig?

Eine sachgerechte Lagerung ist entscheidend für Wirkstofferhalt und Qualität.

Optimale Lagerbedingungen:

  • Lichtgeschützt (UV-Licht vermeiden)
  • Trocken (keine hohe Luftfeuchtigkeit)
  • Kühl, aber nicht im Kühlschrank
  • Luftdicht verschlossen
  • Originalverpackung oder Glasbehälter mit Aromadichtung

Ideal sind:

  • Apothekenverpackung mit Feuchtigkeitsregulierung
  • Braunglas mit dicht schließendem Deckel


Warum ist richtige Lagerung wichtig?

  • Erhalt des THC- und CBD-Gehalts
  • Schutz vor Terpenverlust
  • Vermeidung von Schimmelbildung
  • Stabilität über die Verordnungsdauer
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